Der ETF-Sparplan-Hammer: Flatex macht über 3.000 ETFs und Fonds sparplanfähig!

Darauf haben viele Sparer gewartet: endlich ein Angebot an sparplanfähigen ETFs, das keine Wünsche offenlässt. Seit Mai 2021 bietet flatex eine Auswahl von über 3000 ETFs und Fonds an, die kostenlos bespart werden können. Lohnt sich der Wechsel? Finde es in diesem Beitrag heraus

Wer ist flatex?

flatex ist ein Onlinebroker, der den Handel von Finanzprodukten per Smartphone-App und Desktop-Zugang ermöglicht. In der Vergangenheit war flatex als Broker eher bei Vieltradern und Profis bekannt.

Die Marke flatex gehört zur Flatexdegiro AG, einem Frankfurter Brokerage-Anbieter. Dieser hat vor kurzem den niederländischen Neobroker DEGIRO übernommen, was die Gruppe zu einem der größten Online-Broker in Europa macht. flatex konzentriert sich vor allem auf die D/A/CH Märkte, während DEGIRO in Frankreich, den Niederladen, Spanien und anderen EU Ländern aktiv ist.

Was bietet flatex?

Neben dem regulären Handel mit Aktien und ETF über das Online Depot, kann man über flatex auch in andere Finanzinstrumente investieren, was uns als passive Anleger aber nicht weiter interessiert.

Mit der ETF-Aktion stößt flatex nun endgültig in den Bereich der Buy-and-Hold- / Passivanleger vor. Bisher gab es eine ähnlich große Auswahl nur bei Scalable Capital. Es bleibt abzuwarten, ob andere Onlinebroker hier nachziehen werden. Der Wettbewerb bei den Sparplänen hat auf jeden Fall neuen Wind bekommen.

Wie ist die Bedienung der Plattform?

Ich habe die Plattform selber getestet und finde den Aufbau, sowie die Bedingung sehr intuitiv. Die Ladezeiten sind schnell und die Kaufen-/Verkaufen-Maske ist sehr übersichtlich aufgebaut.

Ich schätze bei flatex sehr, dass sie sowohl Desktop-, als auch Appzugang anbieten, um zu Handeln und das Depot zu verwalten. Das vermisse ich doch bei den meisten Onlinebrokern, die meistens nur das eine, oder das andere können.

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Welche Kosten erwarten mich?

Wie bei jedem Broker gibt es auch bei flatex ein paar Feinheiten, über die man Bescheid wissen muss, damit das Handeln und Sparen günstig bleiben.

Depotgebühr

Flatex erhebt eine Depotgebühr von 0,1% des Depotwertes p.a., was das Depot zu einem der wenigen nicht kostenlosen Onlinedepots macht. In die Berechnung des Depotwertes werden allerdings ETFs und Fonds nicht einbezogen. Hältst du also nur ETFs, entstehen keine Kosten für das Depot. Sobald du auch Einzelaktien in das Depot holst, werden die Gebühren fällig.

Negativzins

Auf deine Cash-Konto-Einlagen werden momentan 0,5% p.a. Negativzinsen fällig. Die Maßnahme soll das langfristige Parken von Geldbeträgen unattraktiv machen und zum Investieren animieren. Dieser Trend erwartet uns aber sicher auch bei anderen Anbietern, weshalb ich das nicht als Ausschlusskriterium sehe.

Den Negativzins kannst du umgehen, oder mindestens minimieren, wenn du eingezahlte Beträge sofort investierst, bzw. Erträge aus Verkäufen oder Dividenden so schnell wie möglich auf dein Verrechnungskonto überweist.

Transaktionsgebühren

Außer beim Kauf von Sparplänen, fallen pro Transaktion 5,90 Euro an Gebühren an, plus eventuelle handelsplatzbezogene Zusatzgebühren. Vor jedem Kauf solltest du den Ex-Ante-Kostenausweis anschauen, um zu überprüfen, wie hoch die Kosten ausfallen. Dieser wird direkt neben der Order eingefügt und durch klicken kannst du dir die Details ansehen.

Beim Kauf/Verkauf erhält man verschiedene Handelsplätze und deren Spreads angezeigt, wobei auch flatex selber mitspielt. Hier besser genau hinsehen und die Kosten nicht vergessen, um den besten Preis zu bekommen.

Sparpläne

Mit der neuen Sparplanoffensive wird das Besparen von über 3000 ETFs kostenlos. Die Auswahl lässt keine Wünsche offen: von MSCI World ETF bis Video Gaming ist alles dabei. Nach meiner ersten Recherche sind alle wesentlichen Anbieter, wie iShares, Xtrackers, Vanguard, VanEck, Lyxor, oder Amundi vertreten.

Auch ohne Kundenkonto kannst du dir die sparplanfähigen ETFs ansehen. Besuche die flatex Website und klicke auf Produkte & Handel/ETF/Sparpläne entdecken und scrolle nach unten zur Liste. Dort kannst du auch nach deinem Lieblings-ETF suchen.

Sparpläne können immer zum 1. und 15. eines Monats ausgeführt werden. Dabei können verschiedene Intervalle genutzt (monatlich, quartalsweise, jährlich, usw.) und eine zeitliche Begrenzung eingerichtet werden. Der Anlagebetrag ist frei wählbar. Der Mindestanlagebetrag liegt bei niedrigen 25 Euro. So kannst du schon mit wenig Geld anfangen zu sparen.

Dieses Gesamtpaket macht flatex auch für Sparer interessant, die einen Sparplan für Kinder, Enkelkinder oder Patenkinder anlegen wollen.

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Wie läuft die Depoteröffnung ab?

Geht meines Erachtens SUPER-einfach. Der Ablauf ist gut durchdacht und dauert, wenn du alle deine Informationen zusammen hast, inklusive Legitimationsverfahren per Video-Ident, lediglich 5-10 Minuten.

Auf der Website gehst du die ersten Schritte bis zu Legitimation. Dann lädst du dir die App herunter und erledigst den letzten Schritt direkt in der App. Danach wird dein Antrag geprüft und dein Depot ist innerhalb einer halben Stunden online. So schnell und einfach habe ich das bisher bei keinem anderen Broker erlebt.

Lohnt sich der Wechsel?

In meinen Augen schon, wenn du bisher wie ich damit gerungen hast, alle Broker auf ihre Sparpläne und damit verbundenen Kosten zu untersuchen. Damit ist bei flatex definitv Schluss. Hier kannst du nahezu alle ETFs kostenlos per Sparplan besparen – was willst du mehr?

Der geneigte Passiv-Anlager hat nicht vor zu verkaufen. Deswegen fallen die Handelskosten nicht ins Gewicht. Und wenn du keine Einzelaktien hältst, bleibt das Depot kostenfrei.

Solltest du parallel doch in Einzelaktien investieren wollen, oder hin und wieder mal traden, kannst du für diesen Zweck immer noch ein kostenloses Depot bei einem anderen Broker unterhalten, zum Beispiel bei Smartbroker.  

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Noch bis zum 30.06.2021 fährt flatex eine besondere Neukundenaktion: wer bis dahin ein flatex-Depot eröffnet, handelt Aktien an den Handelsplätzen Tradegate (flatex Preis), Lang & Schwarz sowie Baader Bank ab dem Zeitpunkt der Kontoeröffnung 6 Monate lang für 0,00 EUR.

Die Mein-Finanzweg Broker-Bewertung für flatex

KriteriumErgebnisPunkte
EröffnungsprozessSehr schnell, sehr einfach5 von 5
BedienungIntuitiv, aufgeräumt, einfach. Viel Orange4 von 5
KostenIm Mittelfeld. Kannst du umgehen, wenn du die Fallstricke kennst3 von 5
ProduktauswahlHervorragend, durch das riesiege Sparplanangebot5 von 5
Für wen geeignet?Anfänger, Fortgeschrittene, Profis17 von 20

Das sagen Dritte

Bei der Leserwahl von Börse Online wurde flatex erst im Dezember zum besten ETF-Broker des Jahres gewählt.

Von Focus-Money erhiellt flatex die Auszeichnung HÖCHSTE WEITEREMPFEHLUNG 2020 in der Rubrik Direktbanken (Focus Money Studie “Von Kunden empfohlen” (Heft 26/20), Ausgabe 17.06.2020)

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2 Antworten

  1. Marvin sagt:

    Ich sehe für mich eher Scalable als Alternative. Ebenfalls alle auch exotischen ETFs kostenlos auch mit hohen Sparraten besparbar. Keine Negativzinsen oder ähnliche Kosten. Weil ich das erste Jahr Prime kostenlos habe kaufe ich ETFs lieber per Limit und vermeide so die teuren Handelstage am Monatsanfang.

    • Marius sagt:

      Hallo Marvin,

      danke für deinen interessanten Kommentar.

      Scalable ist auf jeden Fall eine gute Adresse. Ich rate aber auch dort die Gebühren und das Kleingedruckte im Auge zu behalten.

      Beim Free Broker, also der kostenlosen Depotoption, kann man nur die “Prime-ETFs” kostenlos traden (ab 250 Euro Anlagebetrag) und per Sparplan besparen (ab 25 Euro Anlagebetrag). Das sind Werbeaktionen der Fondshäuser, die gerne auch mal wieder zurückgenommen werden (so erlebt bei Onvista).

      Ansonsten ist nur der erste Sparplan kostenlos. Jeder weitere kostet wieder 0,99 Euro pro Ausführung. Wer sich ein kleines Weltportfolio aufbauen will, zahlt gegenüber flatex hier drauf.
      Oder ich gehe in Prime und habe dann doch wieder ein kostenpflichtiges Depot für 36 Euro im Jahr. Das lohnt sich nur für Vieltrader, aber dann umso mehr. Die Handelsgebühren über Xetra belaufen sich immer auf 5,50 Euo.

      Willst du denn bei Prime bleiben, oder in Basic wechseln?

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